Weißenburger Tor krönt neues Stadtlogo

Den Beweis dafür, dass viele Köche nicht zwangsläufig den Brei verderben müssen, liefert das neue Stadtlogo von Germersheim. Der schwungvolle Schriftzug "Germersheim" und eine stilisierte Grafik unseres historischen "Vorzeigebauwerks" Weißenburger Tor bilden ein in sich stimmiges, modernes und markantes Stadtlogo, mit dem sich die Bürgerinnen und Bürger der Stadt identifizieren können und das zugleich für positive Impulse nach außen sorgen wird.
Begonnen hatten die Überlegungen zur Gestaltung eines neuen Stadtlogos bereits im Jahr 1999 Jahres als sich innerhalb des Stadtmarketing-Projekteams ein Arbeitskreis "Erscheinungsbild" konstituierte, der nach mehreren Sitzungen dem Bürgermeister ein Empfehlungspapier mit Vorschlägen für ein neues Stadtlogo vorlegte. Das neue Stadtdesign sollte die optische Visitenkarte der Stadt Germersheim bilden und signalisieren, dass die Stadt sich visuell verändert und modernisiert darstellen möchte.
Der Arbeitskreis setzte sich aus je zwei Vertretern der GWL und des Verkehrsvereins, sowie je einem Vertreter der mit dem Stadtmarketing beauftragten Gesellschaft SSG und der Stadtverwaltung zusammen. Um ein wirklich deutliches Zeichen zu setzen, schlug der Arbeitskreis vor, beim neuen Logo nicht lediglich eine Variante des alten Signets zu verwenden, sondern eine deutliche Differenzierung vom bisherigen Erscheinungsbild zu wählen. Es galt, visuell einen Wiedererkennungswert zu schaffen, den das bisher benutzte Wappen nicht hatte. Weiterhin sollte das neue Logo in verschiedenen Größen und Varianten sowie farbig und schwarz/weiß darstellbar sein. Für das Logo sollte darüber hinaus ein Motiv gewählt werden, das besonders typisch und markant für Germersheim ist. Von den Mitgliedern des Arbeitskreises wurde das Weißenburger Tor wegen seines Bezugs zur Festungsstadt und der architektonisch einmaligen vom Münchener Hofarchitekten Friedrich von Gärtner entworfenen Fassade sein. Aus Wiedererkennungsgründen sollten die Stadtfarben blau und gelb beibehalten werden.
In den folgenden Monaten wurden Angebote von mehreren regionalen Agenturen eingeholt, die die Möglichkeit hatten, ihre Vorschläge im Rahmen einer Präsentation vorzustellen. Der Auftrag wurde schließlich der Werbeagentur Oelenheinz & Frey aus Mannheim erteilt, die nicht nur das günstigste Angebot vorlegte, sondern auch durch die vorangegangene Zusammenarbeit mit den örtlichen Stadtwerken schon über ein gewisses "Germersheim-Know-how" verfügte.
Die Werbefachleute von Oelenheinz & Frey waren mit großem Engagement dabei und legten der Stadtverwaltung eine Fülle von Gestaltungsvorschlägen vor, aus denen nach ausgiebiger Diskussion und Abwägung aller Vor- und Nachteile, das jetzt ausgewählte Logo den Zuschlag erhielt.
Der damalige Bürgermeister Benno Heiter bezeichnete das neue Logo als äußerst gelungen, da es einerseits zwar Modernität und Dynamik ausstrahle, andererseits aber auch Seriosität und traditionelle Werte nicht vermissen lasse. Die Werbeagentur wurde zwischenzeitlich beauftragt in einem weiteren Schritt ein Corporate-Design-Konzept, d.h. ein Gestaltungshandbuch zu entwickeln, in dem die verschiedensten Verwendungsmöglichkeiten des neuen Stadtlogos festgelegt sein sollen.
Es bleibt zu wünschen, dass möglichst viele Vereine, Firmen und Institutionen das Logo verwenden und dadurch mit dazu beitragen, dass mit Recht von einem "einheitlichen Erscheinungsbild" unserer Stadt gesprochen werden kann. Vorlagen und in Kürze auch Gestaltungsvorschläge erhalten alle an einer Verwendung des Logos interessierten Firmen, Vereine, Behörden und andere Einrichtungen bei der Stadtverwaltung, Telefon 07274/960-212 (Frau Münzer).
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Artikel aus dem Stadtanzeiger - Ursprungsfassung März 2000